Unser Verlag

Der Verlag

Den Loci-Verlag gibt es seit April 2018. Sein Ansatz: Die Welt ist in Bewegung. Grenzen sind durchlässig geworden. Wo ist der Mensch, als Individuum, verortbar? Braucht er einen Ort? Braucht er EINEN Ort? Der Literaturmarkt birst seit Jahren vor Veröffentlichungen zu Migration, Integration, kulturellem Transfer. Es fehlt nicht an Expertenmeinungen. Es fehlt an den Stimmen derer, die unterwegs sind.

Warum Loci?

Loci ist „der Ort“ im Plural. Die Zahl der möglichen Ver-Ortungen ist natürlicherweise unbegrenzt. Grenzen sind Gebilde von Menschenhand, sie sind Gebilde von begrenzter Dauer.

Die Methode, sich mittels Orten (Loci) schwierigen Stoff einzuprägen, geht auf die alten Griechen zurück. Sie benutzten diese Mnemotechnik, denn sie erlaubt es, mittels fiktiver Strukturen Gedächtnisinhalte zu fixieren. Man entwirft im Kopf einen sogenannten „Gedächtnispalast“: Ein erdachtes Gebäude liefert die Struktur für eine umfassende Informationsverankerung in allen Wissensbereichen. DU BIST DER ORT, DU BIST DIE ORTE!

Vom Zahnarzt zum Verleger?

Der Verleger Thomas Veigel lebt in Rheinau, Baden-Württemberg. Er ist von Haus aus gewissermaßen Spezialist für »Tiefenbohrungen«: Er ist Zahnmediziner, hat jahrelang in Chile gelebt und dort sein Studium abgeschlossen. Veigel ist Spezialist für Implantattherapie und war in den achtziger Jahren einer der Vorreiter auf dem Gebiet dieser Technologie. Bis heute hat er fast 9000 Zahnimplantate eingesetzt.

Seit seiner Jugend betrieb Veigel ein umfangreiches geisteswissenschaftliches Studium Generale. Sein (größtenteils eigenhändig) umgebautes Fachwerkhaus umfaßt eine Bibliothek mit rund 15.000 Büchern. Sammel- und Lektüreschwerpunkt: Strukturalismus, Poststrukturalismus.

Warum hat der Zahnarzt nun einen Verlag gegründet?

»Ich bleibe Arzt. Ich verstehe meinen Beruf als Implantologe ohnehin im umfassenden Sinn. Was ist ein Implantat denn? Ein in den Körper „hineingepflanztes“ Material, daß permanent oder für einen längeren Zeitraum dort verbleiben soll. Ich verankere meine Implantate so sorgsam wie gründlich.

Vor dreißig Jahren gab es zahlreiche Vorbehalte gegen die Implantologie. Der Vergleich will nicht vermessen sein, sondern versteht sich ganzheitlich: Auch Zugewanderte waren oft gekommen, um zu bleiben. Bis heute. Auch dagegen gibt es bis heute Vorbehalte. Ich glaube, man kann das ganz gut in den Griff bekommen. Laßt die Neuen mal erzählen!«